In liebevoller Erinnerung an
Helma Schwan (geb. Klinkenberg)
28. April 1924 – 09. November 2018
Helma Schwan
Helma Schwan wurde am 28. April 1924 in Mönchengladbach-Neuwerk als drittes von vier Kindern geboren. Sie wuchs in einer Zeit auf, die von Entbehrungen, aber auch von Zusammenhalt geprägt war. Ihre Kindheit war erfüllt von Musik, Gesang und Handarbeiten – Erinnerungen, die sie ein Leben lang begleiteten. Ein früher Verlust innerhalb der Familie lehrte sie schon als junges Mädchen, wie wertvoll das Leben und die Nähe zu geliebten Menschen sind.
Helma war eine gute und wissbegierige Schülerin. Ihr Wunsch, Lehrerin zu werden und Geschichte oder Erdkunde zu studieren, blieb ihr aus finanziellen Gründen verwehrt. Stattdessen übernahm sie früh Verantwortung und begann nach der Schulzeit ihre Arbeit, unter anderem viele Jahre in der Gaststätte Neikes, der sie über Jahrzehnte verbunden blieb.
Der Zweite Weltkrieg riss sie aus ihrem jungen Leben. Als Funkhelferin in Frankreich erlebte sie schwere und prägende Zeiten. Sie musste Leid, Angst und Verlust erfahren, war nach Kriegsende in Gefangenschaft und legte schließlich einen langen, entbehrungsreichen Fußweg zurück, um wieder nach Hause zu gelangen. Diese Erfahrungen machten sie zu einer Frau von außergewöhnlicher Stärke und innerer Kraft.
1946 heiratete sie ihren Mann Wenzel. Gemeinsam bauten sie sich ein Leben auf und gründeten eine Familie. Mit der Geburt ihres Sohnes Friedhelm und später ihrer Tochter Margret begann für sie ein Lebensabschnitt, der ganz von Fürsorge, Verantwortung und Liebe geprägt war.
Helma stellte das Wohl ihrer Familie stets an erste Stelle. Über viele Jahre pflegte sie ihre Eltern mit großer Hingabe. Gleichzeitig meisterte sie Beruf, Haushalt und Kindererziehung mit beeindruckender Disziplin und Organisation. Nach einer Umschulung arbeitete sie als Bürokauffrau bei der Versicherung Colonia.
Als Großmutter übernahm sie erneut eine besondere Rolle: Mit viel Liebe und Einsatz zog sie ihre Enkelin mit groß und wurde für sie zu einer zweiten Mutter. Auch später für ihre Urenkel war sie eine wichtige Bezugsperson, las ihnen vor, erzählte Geschichten und vermittelte ihnen Werte, die bleiben.
Ihr Leben war nicht frei von schweren Prüfungen. Der Verlust ihres Bruders im Krieg, eine schwere Krankheit und körperliche Einschränkungen im Alter verlangten ihr viel ab. Doch trotz aller Schicksalsschläge verlor Helma nie ihren Humor, ihre Lebensfreude und ihren Glauben.
Sie war eine herzliche, selbstlose Frau, die viele Freundschaften pflegte. Gemeinsame Treffen, Reisen und große Geburtstagsfeiern bereiteten ihr große Freude. Ihr Elternhaus blieb stets ihr Lebensmittelpunkt. Mit Weitblick und Familiensinn ließ sie es zu einem Mehrgenerationenhaus umbauen, damit die Familie nahe beieinander leben konnte.
Helma Schwan war eine starke Persönlichkeit – geprägt von Fleiß, Ehrlichkeit, Ausdauer und einem großen, warmherzigen Herzen. Sie hat Spuren hinterlassen in den Herzen der Menschen, die sie kannten und liebten.
Ihr Leben bleibt ein Vorbild – und ihre Liebe bleibt für immer.