“Bis zuletzt nach einem Weg gesucht, gehofft und nie aufgegeben.“
In liebevoller Erinnerung an
Claus Küchen
27. November 1957 – 22. September 2026
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„Was bleibt, sind die Erinnerungen. Teilen Sie Ihre Gedanken, Worte oder einen stillen Gruß.“
Ich heiße Sie ganz herzlich willkommen zu dieser Trauerfeier am heutigen Tag. Es ist kein leichter Tag, denn heute verabschieden wir uns von Claus Küchen, einem geschätzten Freund, geliebten Vater, Stief- und Großvater.
Ich danke Ihnen, für Ihr Kommen und der Möglichkeit noch einmal gemeinsam an Claus zu erinnern und ihm die Ehre zu erweisen Ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten.
Sie alle haben Claus in unterschiedlichen Lebensphasen kennenlernen und begleiten dürfen und so haben sie alle ein ganz eigenes Bild und ihre eigenen Erinnerungen, die sie mit ihm verbinden. Ich habe ihn leider nicht persönlich kennen gelernt. Durfte aber vieles über ihn erfahren, Erzählungen lauschen und Anekdoten folgen. Und ich hoffe sehr, dass ich es schaffe, dass Sie Ihren ganz persönlichen Claus ein Stück weit in meinen Worten wiederfinden werden.
Die Bilder, die wir von einem Menschen in uns tragen, können wir nicht verlieren, wenn wir ihnen immer mal wieder ganz bewusst Raum und Zeit schenken, wenn wir Erinnerungen lebendig werden lassen, durch Erzählungen, beim Anblick von Aufzeichnungen, wenn wir bestimmte Situationen erleben oder auch Musik hören, die wir mit einem Menschen verbinden. Wir hörten zu Beginn das Lied: „Afterglow“, von der berühmten britischen Rockband Genesis. In diesem Lied geht es um den schmerzlichen Verlust eines Menschen, die Gefühle, die mit diesem Verlust einher gehen und um die Frage, wie es weitergehen soll, wenn man sich nicht in der Lage sieht diese Endlichkeit und das Absolute akzeptieren zu können. Emotionen und Gedanken mit denen sich auch viele von Ihnen auseinandersetzen müssen. Denn der Verlust von Claus hinterlässt ein Loch, das nicht ersetzt werden kann. Er war für viele von ihnen ein Wegbegleiter, der Zeit seines Lebens einen festen Platz hatte.
Ein Leben, dass 1957 in Mönchengladbach begann. Neben seinen 2 Schwestern war er der Jüngste innerhalb der Familie. Zu seinen Eltern und auch zu seinen Schwestern hatte Claus immer ein gutes Verhältnis. Als er 10 Monaten alt war erkrankte Claus an Polio, die Krankheit, die auch als Kinderlähmung bekannt ist. Diese sehr ansteckende Viruserkrankung sorgte dafür, dass er zwei Jahre lang isoliert im Krankenhaus verbringen musste. Zwei Jahre ohne körperliche Nähe. Das war, wie man sich gut vorstellen kann, eine sehr prägende Zeit für ihn.
Wieder genesen und Daheim genoss Claus eine Erziehung, die väterlicherseits eher streng war und da gab es dann auch manchmal eine drüber, wie das halt früher üblich war und was Papa sagte, das war Gesetz. Mütterlicherseits war es etwas entspannter. Er besuchte das Gymnasium und hatte eine, wie er selbst sagte, gute Kindheit. Mit vielen Freunden und der ein oder anderen Kellerparty mit Pool und anderen Privilegien hatte er Spaß und konnte bereits im jungen Alter schon der Lebemann sein, der er war und immer geblieben ist. Er war immer für jeden Spaß zu haben und einer mit dem man Pferde stehlen konnte. Surfen war ebenfalls sehr beliebt und das, obwohl Claus eine körperliche Beeinträchtigung von seiner frühen Erkrankung davongetragen hatte. Das finde ich schon erstaunlich. Ein schönes Beispiel, dass sinnbildlich dafürsteht, dass er sich nie hat unterkriegen lassen von äußeren Umständen. Er war ein Macher und hatte er sich etwas in den Kopf gesetzt, dann wurde es auch gemacht.
Mit 18 Jahren erlitt Claus und seine Familie dann einen schweren Schicksalsschlag. Sein Vater starb. Ein Verlust, der natürlich große Auswirkungen auf das familiäre Zusammenleben hatte.
Die Kinder waren zwar bereits erwachsen, aber trotzdem ist es so, dass das Fehlen des eigenen Vaters seine Spuren in einem hinterlässt. Seinem Vater war es immer wichtig, dass der Junge eine Ausbildung macht, für die man Abitur braucht und so absolvierte Claus eine Lehre als Großhandelskaufmann. Er erhielt nach dem Abschluss direkt eine Stelle und arbeitete in diesem Beruf durchgehend bis zum Antritt seiner Rente vor 3 Jahren. Er identifizierte sich mit seinem Beruf und arbeitete sich hoch zur inoffiziellen rechten Hand des Chefs. War er mal nicht mit der Arbeit beschäftigt, dann lebte Claus seine gesellige Seite aus und feierte ausgelassen mit seinen Freunden. Im Balderich zum Beispiel, eine Diskothek in der Gladbacher Aldstadt. Hier ging er ein und aus, kannte Gott und die Welt und genoss seine freie Zeit.
Ein besonderer Ort, denn hier begegnete er Erika wieder, seiner ersten Frau. Beide kannten sich aus der Berufsschule. Sie unterhielten sich viel an der Theke, lernten sich besser kennen, verliebten sich ineinander und heirateten. 1986 wurden sie dann Eltern. Christina wurde geboren. Zwei Jahre später erblickte dann Christoph als Zweitgeborener das Licht der Welt. Zwei Ereignisse, die größer in ihrer Bedeutung nicht sein könnten und alles Vorherige, von einem auf den anderen Tag, auf den Kopf stellten.
Claus gab das Beste, das ihm möglich war, um der neuen und anspruchsvollen Rolle des Vaters gerecht zu werden. Jeder, der Kinder hat, weiß, dass diese Aufgabe mit erheblichen Anstrengungen und einem hohen Maß an Pflichtgefühl verbunden ist. Es verändert einfach alles.
Nach wenigen Jahren geschah dann etwas, womit Claus und Erika anfangs nicht gerechnet hätten. Und hier zeigt sich etwas, dass ich als ein Wesensmerkmal des Lebens bezeichne. Das Leben schreibt seine eigenen Geschichten. Geschichten, die uns manchmal mit einem Gefühl der Ohnmacht dastehen lassen, fast so, als wären wir Zuschauer unseres eigenen Lebens. Wir können manchmal so viel planen, wie wir wollen. Jeder von uns findet sich hin und wieder in einer Situation wieder, die er oder sie selbst so nicht so vorgesehen hatte. Die Wege von Claus und Erika trennten sich.
Auf sich allein gestellt und wohlwissend, dass das Leben weitergehen muss, machte Claus weiter und konzentrierte sich, wenn er nicht arbeitete, auf alltägliche Aufgaben und die Dinge, die ihm Freude bereiteten.
Da war zum einen sein Drang nach Ordnung. Genau wie seine eigene Mutter, war Claus sehr penibel und eitel. Er war immer chic angezogen und legte großen Wert darauf, dass sich alles sauber an der richtigen Stelle befand. Bei ihm zuhause konnte man zu jederzeit vom Boden essen. Sogar in den Schränken war das nicht anders. Jedes Kleidungsstück hatte seinen festen Platz. Er verrichtete Arbeiten wie Bügeln z.B. so gerne, dass Laura ihm das ein oder andere Mal ihre komplette Bügelwäsche brachte, wohlwissend ihm damit einen Gefallen zu tun.
Zum anderen war da der Tischtennissport. Eine absolute Leidenschaft von Claus. Eine Passion. Tischtennis war sein Leben, wurde mir gesagt. Er war sehr talentiert und erfolgreich. Er spielte lange für den SV Wipperfürth und Blau-Weiß Mülhausen im Para-Tischtennis und schon bei den NRW- Landesmeisterschaften 2012 spielte er aktiv mit. Bei den Deutschen Meisterschaften gewann er 2022 den Senioren-Titel und 2023 wurde er auch Deutscher Meister im Doppel. 2024 holte er dann auch noch Bronze im Einzel bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften. Ich finde das spricht für sich und bedarf keiner weiteren Erläuterung, wie ausgiebig er diese Sportart betrieben hat. Aber er hat nicht nur gespielt.
Er engagierte sich über mehrere Jahre ehrenamtlich sowohl beim SV Wipperfürth als auch bei Blau-Weiß Mülhausen. Er erhielt dafür die silberne Verdienstmedaille des Stadtsportverbands Wipperfürth für über 8 Jahre Einsatz. Das zeigt, dass Claus Liebe für den Verein über seine eigenen sportlichen Leistungen hinaus ging. Er hatte das große Ganze im Blick und investierte einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit in diese Gemeinschaft, aus der er so viel Kraft und Freude ziehen konnte.
Auf der JHV 2020 von Blau-Weiß Mülhausen wählte ihn die Versammlung als Beisitzer in den Vorstand. Ein Jahr später rückte er auf die Position des 2. Vorsitzenden. Seit 2022 war er auch Ansprechpartner und Beauftragter des Vereins für den Behindertensport. So organisierte er z. B. den Spielbetrieb unserer Para-Mannschaft in der Saison 2022/23, die aber wegen Corona wieder den Spielbetrieb einstellte. Zuletzt übernahm er 2025 den Vorsitz des Blau-Weiß Mülhausen Fördervereins. Er war dem Sport und seinen Akteuren immer nahe und hat Blau-Weiß viel gegeben.
Es gab da aber noch eine weitere Leidenschaft in Claus Leben. Eine die 1982 begann. Das Schützenwesen. Er war Jahrzehnte lang festes Mitglied im Schützenverein und, genau wie beim Tischtennis, mittendrin statt nur dabei. Hier wurde ausgelassen gefeiert und das Brauchtum aufrechterhalten. Mit allem, was dazu gehört. Schützenzüge, Vogelschießen, Marschkappelen, der König, die Offiziere, der Hauptmann und nicht zu vergessen die Ehrenfrauen. Die Ehrenfrauen haben zeremonielle Aufgaben im Schützenthron. Sie begleiten Schützenkönig und Königin bei Umzügen, Bällen und offiziellen Anlässen und helfen, je nach Verein, auch bei der Organisation von Festen. Wichtige Personen also.
In Claus Fall nicht nur wichtig, sondern auch lebensverändernd. Denn genau solch eine Ehrendame lief eines Tages im Zelt an Claus vorbei und tippte ihm im Vorbeigehen mit den Fingern auf die Schulter. Nun muss ich zugeben, dass ich überhaupt keine Ahnung vom Schützenwesen habe, aber was ich mittlerweile lernen durfte, ist, dass diese kleine Geste des Antippens, ungefähr einer Tanzaufforderung gleichkommt. Claus, der dies natürlich wusste, zögerte nicht lange und tanzte mit der schönen Frau. Vermutlich hätten beide gelacht, hätte man ihnen damals gesagt, dass dieser Tanz der Beginn einer langen Reise sein wird. Aber genauso ist es gekommen. Denn es war Petra, die Claus damals antippte. Die Petra, in die er sich verliebte und die Petra, die er anschließend heiratete.
Sieben Jahre nach ihrem ersten Tanz wurde Claus erneut Vater. Überglücklich hießen Petra und er die kleine Laura willkommen auf dieser Welt. Das Leben schenkte Claus eine neue Chance. Der Kontakt zu allen Kindern wurde intensiver und gemeinsam mit ihrem Vater erlebten sie ausgelassenen Freizeitspaß z.B. beim Schwimmengehen oder im Phantasialand. Er nahm die Kinder auch gerne mit an den Wochenenden zu seinen Tischtennistournieren und zeigte ihnen, was er draufhatte. Er war stolz und sehr gewillt ihnen seine Leidenschaft näher zu bringen. Es war für ihn die perfekte Symbiose zwischen der geliebten Familie und seinen eigenen Interessen, die einen immensen Stellenwert in seinem Leben hatten. Ohne seine Aktivitäten konnte Claus nicht sein und so haben sie viel Zeit und Aufmerksamkeit bekommen.
Nach 16 Jahre Ehe trennten sich dann leider auch Claus und Petras Wege. Erneut fand sich Claus selbst wieder in einer Situation, in der es darum ging weiterzumachen. Weiterzugehen und das Beste zu hoffen. Und wieder mal lernte er eine neue Frau kennen. Aber dieses Mal war es anders. Denn die Frau, die er 2010 kennenlernte, wurde mir als die Liebe seines Lebens beschrieben. Monika. Anlässlich des Geburtstags eines guten Freundes war Claus im Kastanienhof. Einem Hotel-Gasthof mit Restaurant in Mönchengladbach und er hatte vorher noch überlegt, ob er denn wirklich an diesem Abend ausgehen wolle. Irgendwie war er nicht Feuer und Flamme, aber letztendlich machte er sich auf den Weg dorthin. Er sah sie dort sitzen und nahm all seinen Mut zusammen. Sie wechselten ihre Telefonnummern, trafen sich privat und verliebten sich ineinander.
Beide waren nun in einem Alter, indem sie reichlich Lebenserfahrung gesammelt haben, und so gab es vieles zu erzählen und zu verarbeiten und das taten sie gemeinsam. Sie haben sich gegenseitig vergöttert, anders kann man es nicht sagen und in seiner Liebe für sie eröffnete Claus ihr ein ganz neues Leben. Die Liebe, die sie von ihm erhielt, war so intensiv. Solch eine tiefe Verbindung zu einem anderen Menschen kannte sie so, in dieser Form nicht. 2015 haben sie geheiratet. Claus tat alles für sie. Bei ihr ist er endlich angekommen. Sie haben die gemeinsame Zeit genossen so gut, wie sie konnten. Sie waren ständig unterwegs, sind vereist nach Sri Lanka, in die Türkei oder auch Ägypten und sie haben nie gestritten. Sie waren wirklich füreinander gemacht.
Manchmal wirkt das Leben willkürlich und ungerecht. Sie waren so glücklich miteinander und dann erhielt Monika eine Diagnose, die alles veränderte und die von Anfang an deutlich machte, dass es kein gutes Ende geben wird. 2 Jahre nach ihrer Hochzeit starb Monika. Ihren Tod hat Claus niemals überwunden. Er war für sie da und hat sich bis zum letzten Atemzug voller Liebe und Hingabe um sie gekümmert. Das Gefühl, dass Claus nun empfand, war ein anderes als die Male zuvor, wenn eine Frau aus seinem Leben ging. Es entstand eine Leere und eine Lücke, die nie wieder gefüllt werden konnte.
Er machte weiter und hatte immer etwas zu tun. Wenn er nichts zu tun hatte, dann fiel ihm schnell die Decke auf den Kopf und ihm wurde langweilig. Also blieb er sich treu als Macher der er war und half anderen oder ging unter Menschen. Er lebte seine gesellige Seite aus, bestellte nach dem Essen wie gewohnt sein Bierchen und einen Sambuca mit exakt 3 Kaffeebohnen drin, aß für sein Leben gerne Riemchen- und Erdbeertorte und erfreute sich seiner Beliebtheit und hatte immer einen passenden Spruch auf den Lippen.
2022 erkrankte Claus dann selbst und es begann eine Zeit, die von Höhen und Tiefen geprägt war und von der stetigen Sorge um seine Gesundheit. Mit den Jahren wurde sein Körper zusehends schwäche und hatte der fortschreitenden Erkrankung immer weniger entgegenzusetzen.
Am 22. September starb Claus als Folge seiner Erkrankung. Er wurde 68 Jahre alt. Im Gespräch mit der Familie und Freunden habe ich viel Liebe wahrgenommen. Claus langjähriger und bester Freud Norbert, die beiden kennen sich seit über 47 Jahre, sprach so rührend über ihn. Er sagte: “Ich habe viele Freunde, aber nur einen richtigen gehabt. Claus war immer präsent. Ich konnte mich immer bei ihm melden. Tag und Nacht.”
Zum Abschluss hören wir nun ein letztes Lied. Ich lade sie herzlich dazu ein während des Liedes Claus auf seinem letzten Weg zu begleiten. Gemeinsam erweisen wir ihm den Respekt, den er verdient hat.
Voller Trauer stehen wir an diesem Grab. Es ist für uns Ausdruck der Vergänglichkeit irdischen Lebens. Möge diese Vergänglichkeit ein unsichtbares Band sein, dass uns alle miteinander verbindet. Wir trauern, wir versuchen zu verstehen, stellen Fragen und suchen nach Antworten. Wir – das sind wir alle, die wir hier stehen. In Zeiten der Dunkelheit – seid einander ein kleines Licht und fragt, wie geht es dir? In Zeiten der Einsamkeit – seid einander Gemeinschaft und schickt eine kurze Nachricht. In Zeiten des Schmerzes – seid einander Heilung und nehmt euch in den Arm.
Lieber Claus,
Wie der Tag sich neigt, so hat sich ein Leben vollendet; Wir geben dich zurück in die Erde aus der wir alle stammen; Was bleibt ist die Erinnerung an gemeinsame Wege, die Liebe, die wir geteilt haben und der Frieden, den du jetzt gefunden hast. Mögest du dich getragen wissen von einer Kraft, die so hoch ist, wie der Himmel und so tief wie das Meer; mögest du dich getragen wissen von einer Kraft, die so weit ist, wie der Horizont und so nah wie dein eigenes Herz; Mögest du dich getragen wissen von der Kraft allen Lebens, und ewigen Frieden finde
Lieber Papa,
Du warst und bleibst für mich ein ganz besonderer Mensch. Wir hatten eine Verbindung, die man nicht einfach in Worte fassen kann, und ich bin dankbar, dass du ein Teil meines Lebens warst.
Ein großer Traum von dir war es, mich eines Tages zum Altar zu bringen. Und dieser Traum ist tatsächlich noch in Erfüllung gegangen. Du durftest mich an meinem besonderen Tag begleiten und mir diesen Moment schenken. Dafür werde ich dir für immer dankbar sein. Es bedeutet mir unendlich viel, dass du diesen Augenblick noch mit mir erleben konntest.
Ich hoffe, dass es dir dort, wo du jetzt bist, gut geht und du deinen Frieden gefunden hast. Und ich hoffe von Herzen, dass du mit Moni all das nachholen kannst, was ihr hier auf Erden verpasst habt. Dass ihr wieder zusammen seid, gemeinsam lachen könnt und es euch gut geht. Du fehlst, und ich wünschte, wir hätten noch so viel mehr Zeit miteinander gehabt, weil eins ist klar, es war viel zu früh. Aber ich bin dankbar für die gemeinsame Zeit und für die Erinnerungen, die ich für immer in meinem Herzen tragen werde.
Ich hoffe, dass du von dort oben auf uns herabschaust und besonders deine Enkelkinder immer im Blick hast. Pass auf sie auf, begleite sie durchs Leben und sei immer ein kleiner Schutzengel an ihrer und unserer Seite.
Du wirst immer fehlen ❤️
in Liebe deine Tochter
Christina
Blau-Weiß Mülhausen:
Adieu Claus – Du wirst uns fehlen
Mit großer Betroffenheit und tiefem Mitgefühl für die Familie haben wir die Nachricht vom Tod unseres 2. Vorsitzenden Claus Küchen erhalten. Nach einer relativ kurzen, aber intensiven Erkrankung, verstarb er viel zu früh in der Nacht zu Dienstag.
Die Sportler von Blau-Weiß trauern um einen verdienten Tischtennisspieler und einen wundervollen Menschen, mit dem man immer reden konnte und der immer positiv war. Wir haben Claus als lebensfrohen, engagierten und hilfsbereiten Freund viele Jahre erlebt. Dank seines freundlichen Wesens war er beim Vorstand und allen Vereinskameraden sehr beliebt und uns stets ein sportliches und menschliches Vorbild.
Wir denken mit einem Lächeln der Erinnerung an ihn zurück und werden sein Andenken in Ehren halten. Unser Verstand sagt: „Es ist gut, wie es ist.“ Das Herz sagt: „Wir hätten dich noch gerne bei uns gehabt.“ Traurig müssen wir nun Abschied nehmen.
Neben Familie und Beruf hatte der Tischtennissport, ob als Aktiver oder Funktionär, einen hohen Stellenwert in seinem Leben. Seine Tischtennis-Laufbahn begann bereits 1970 beim ESV Schwarz-Blau Rheydt. Seit dem 1. Dezember 2015 war Claus ein Blau-Weißer und spielte in der Rückrunde der Saison 2015/16 in der 3. Herrenmannschaft. Trotz seiner beginnenden Krankheit, deren Symptome zuerst nicht erkannt wurden, spielte er im Januar 2026 noch bei den NRW-Meisterschaften im Para-Tischtennis mit. Hier belegte er den 3. Platz, was gleichzeitig die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft war, aber dazu kam es dann nicht mehr. Sein letztes Spiel bestritt er mit unserer 2. Herrenmannschaft am 21. März 2026 gegen die TSV Nieukerk.
Auf der JHV 2020 wählte ihn die Versammlung als Beisitzer in den Vorstand. Ein Jahr später rückte er auf die Position des 2. Vorsitzenden. Seit 2022 war er auch Ansprechpartner und Beauftragter des Vereins für den Behindertensport. So organisierte er z. B. den Spielbetrieb unserer Para-Mannschaft in der Saison 2022/23, die aber wegen Corona wieder den Spielbetrieb einstellte. Zuletzt übernahm er 2025 den Vorsitz des Blau-Weiß Mülhausen Fördervereins. Er war dem Sport und seinen Akteuren immer nahe und hat Blau-Weiß viel gegeben.
Besonders im Para-Tischtennis konnte er viele Erfolge erringen. So wurde er in den Jahren 2022 und 2023 Deutscher Para-Meister in der WK 8 / AK II+IV. Für seine lange Spieler-Laufbahn wurde er auf der Jahreshauptversammlung 2020 mit der silbernen Spielernadel des Westdeutschen Tischtennisverbandes geehrt.