“I took a heavenly ride through our silence. I knew the waiting had begun and headed straight into the shining sun.“
In liebevoller Erinnerung an
Heinz Kern
07. Juni 1956 – 15. August 2025
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„Was bleibt, sind die Erinnerungen. Teilen Sie Ihre Gedanken, Worte oder einen stillen Gruß.“
Wenn ich heute an Heinz denke, dann sehe ich nicht zuerst den Abteilungsleiter, den Motorradfahrer oder den großen Pink-Floyd-Fan. Ich sehe den Menschen, der mein Herz erobert hat und mit dem ich fast mein ganzes erwachsenes Leben verbringen durfte.
Heinz wurde 1956 in Düsseldorf als Sohn von Maria und Helmut Kern geboren. Düsseldorf war seine Heimat, seine Stadt und seine große Liebe – zumindest bis er mich kennenlernte. Fortuna Düsseldorf gehörte für ihn einfach zum Leben dazu. Ob die Mannschaft gewann oder verlor, Heinz hielt ihr die Treue. So wie er überhaupt ein Mensch war, der zu den Dingen und Menschen stand, die ihm wichtig waren. Und dann kam ich. Geboren in Nürnberg, hätte ich wohl nie gedacht, dass mich eines Tages ein echter Düsseldorfer „entführen“ würde. Doch genau das hat Heinz getan. Mit seinem Charme, seinem Humor und seiner warmherzigen Art schlich er sich in mein Herz. 1985 haben wir geheiratet und damit begann unsere gemeinsame Reise.
Was für eine Reise das war. Wir haben unzählige Kilometer gemeinsam zurückgelegt. Oft zu Fuß, denn Wandern gehörte zu unseren größten Leidenschaften. Wir liebten die Natur, die frische Luft und die Zeit miteinander. Aber genauso glücklich waren wir, wenn wir nach einem langen Tag einfach gemeinsam auf der Couch lagen, einen Film schauten oder Musik hörten. Für Heinz mussten die großen Momente nicht spektakulär sein. Oft waren es die kleinen Augenblicke, die für ihn zählten. Musik spielte dabei immer eine große Rolle.
Wenn die ersten Töne von Pink Floyd oder Marillion erklangen, war Heinz sofort in seinem Element. Er konnte stundenlang zuhören, mitsummen und Geschichten über Konzerte, Alben oder Lieblingslieder erzählen. Musik war für ihn nicht nur ein Hobby – sie war ein Teil seiner Seele.
Genauso liebte er Motorräder. Dieses Gefühl von Freiheit, das Brummen des Motors und die Straße vor sich – das machte ihn glücklich. Wenn Heinz auf einem Motorrad saß, hatte man das Gefühl, dass er den Alltag für einen Moment hinter sich lassen konnte. Doch was Heinz wirklich besonders machte, war sein Wesen.
Er war ein Mensch, der andere zum Lachen brachte. Einer, der fast immer gute Laune hatte. Einer, der selbst in schwierigen Situationen noch einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte. Freunde, Familie und Kollegen wussten: Wenn man einen Rat brauchte, konnte man Heinz fragen. Er hatte immer eine Idee, immer einen Tipp oder einfach die richtigen Worte.
Beruflich arbeitete er als Abteilungsleiter im Stahlbau. Er war fleißig, gewissenhaft und verantwortungsbewusst. Aber noch wichtiger war ihm immer der Mensch hinter der Aufgabe. Respekt, Fairness und Hilfsbereitschaft waren für ihn selbstverständlich.
Und dann waren da noch die Tiere. Besonders Hunde hatten sein Herz erobert. Sie vertrauten ihm sofort, und er liebte sie mit derselben Herzlichkeit, die er allen Lebewesen entgegenbrachte. Wer Heinz kannte, wusste, wie groß sein Herz war.
Heute bleiben mir die Erinnerungen. Die Wanderungen. Die Musik. Die Gespräche. Die gemeinsamen Abende. Sein Lachen. Seine Umarmungen. Seine verrückten Ideen. Seine Ratschläge. Seine Liebe.
Es gibt Menschen, die gehen, und mit ihnen verschwindet ein Teil der Welt. So fühlt es sich für mich an. Heinz war mein bester Freund, mein Vertrauter, mein Fels in der Brandung und die Liebe meines Lebens. Ich bin unendlich dankbar für die vierzig Jahre, die wir gemeinsam verbringen durften. Und gleichzeitig vermisse ich ihn jeden einzelnen Tag.
Wenn irgendwo Musik von Pink Floyd erklingt, wenn ich Wanderer auf einem Waldweg sehe oder ein Motorrad vorbeifährt, dann muss ich lächeln. Denn für einen kurzen Moment fühlt es sich an, als wäre Heinz noch da. Und bestimmt ist er das auch. Nicht mehr direkt neben mir, aber für immer in meinem Herzen.
In unendlicher Liebe, Deine Hildy