Peter Boom

“Ein Tag nicht gelacht – 

ist ein Tag nicht gelebt!“ 

In liebevoller Erinnerung an
 Peter Boom

 20. Dezember 1948 – 14. September 2026

  • Gedenkminute
🕯️ 0 Kerzen
Noch keine Kerzen angezündet 🕯️

Kondolenzbuch

„Was bleibt, sind die Erinnerungen. Teilen Sie Ihre Gedanken, Worte oder einen stillen Gruß.“

„Ein Tag nicht gelacht – ist ein Tag nicht gelebt.“

Dieser Satz steht heute über unserer gemeinsamen Erinnerung an Peter Boom, und vielleicht beschreibt kein anderer Satz so treffend, wie er sein Leben verstanden und vor allem gelebt hat.

Liebe Gabi, liebe Familie, liebe Freunde, liebe Wegbegleiter und liebe Menschen, die Peter auf seinem Lebensweg kennenlernen durften, schön, dass Sie heute hier sind, um gemeinsam an ihn zu erinnern. Jeder von Ihnen verbindet seine ganz eigene Geschichte mit ihm, hat eigene Erinnerungen oder vielleicht auch einfach einen Satz im Kopf, bei dem man sofort an Peter denken muss. Diese vielen unterschiedlichen Erinnerungen möchten wir heute miteinander teilen und Peter noch einmal so begegnen, wie wir ihn kannten. Bevor wir heute gemeinsam auf seinen Lebensweg schauen, hörten wir gerade seine Stimme. Genau genommen ein Lied, das Peter
für dich, liebe Gabi, gesungen hat: „Ohne dich“. Und es könnte für diesen Moment kein passenderes Lied geben, denn es erzählt auf seine ganz eigene Weise von dem Menschen, der für Peter eine ganz besondere Bedeutung hatte: seine Frau.

Daher wollen wir heute umso mehr nicht mit dem Fehlen beginnen, nicht mit dem, was uns genommen wurde, sondern mit dem, was Peter hinterlassen hat. Denn wir sind heute zu einer Gedenkfeier zusammengekommen, und das ist ganz bewusst keine Trauerfeier. Natürlich ist da Trauer, natürlich fehlt
Peter. Aber heute soll vor allem das im Mittelpunkt stehen, was Peter aus seinem Leben gemacht hat.

Wir wollen uns erinnern an einen Menschen, der das Leben geliebt hat und an seine ganz eigene Art, Menschen zum Lachen zu bringen. Und deshalb darf es heute auch fröhlich sein. Wir dürfen lachen und uns über die vielen schönen Erinnerungen freuen, die Peter uns hinterlassen hat. Denn er hätte es selbst so gewollt. Wenn man seine Freunde und Frau nach ihm fragt, fallen immer wieder ähnliche Worte: liebenswert, lebenslustig, immer gut gelaunt, ein Sonnenschein.

Sie, lieber Karl-Heinz, sagten Sie können sich kaum daran erinnern, Peter einmal wirklich schlecht gelaunt erlebt zu haben, und das will bei einem Menschen, den man über Jahrzehnte begleitet hat, schon etwas heißen. Peter hatte eine große Klappe – und das darf man heute, glaube ich, durchaus so sagen. Außerdem seinen ganz eigenen Humor, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und diese besondere Art, mit der er Menschen für sich gewinnen konnte. Er war ständig unterwegs, konnte nur schwer stillstehen konnte, weil er etwas erleben, Menschen treffen und das Leben genießen wollte.

Peter wurde am 20. Dezember 1948 in Leiden in den Niederlanden geboren, wuchs dort mit seinem Bruder Gé (Hey) auf und machte später eine kaufmännische Ausbildung. Auch bei seinen beruflichen Anfängen, als Vertriebler, hatte er schon früh viel mit Menschen zu tun. Er war dabei viel im Ausland
unterwegs, sodass neue Begegnungen und unterschiedliche Orte schon früh zu seinem Leben gehörten. Und dann war da noch der Fußball: Peter stand als Torwart beim FC Utrecht im Tor und spielte später unter anderem bei den Dallas Tornados und in Pirmasens.

Irgendwann sollte aus dem Fußballer und dem Kaufmann der Sänger und Entertainer Peter Boom werden. Anfang der 90er-Jahre begann seine musikalische Laufbahn, die ihn zunächst nach Mallorca führte. Und so wie viele Gladbacher immer wieder den Weg nach Mallorca finden, fand Peter irgendwann den Weg von Mallorca nach Mönchengladbach. Über Hartmut Richter und die Gladbacher Jungs lernte Peter die Stadt und ihre Menschen kennen und Mönchengladbach wurde schließlich zu seinem Zuhause. Er wurde ins Seidenweberhaus eingeladen und trat im KT, im Paradiso, im Ti Amo und im Markt 26 auf, wo damals viel Schlager lief und Peter auch privat gern mittendrin war. Er sang, unterhielt, lernte Menschen kennen und sein Umfeld wurde immer größer. Besonders der Weihnachtsmarkt gehörte einfach zu ihm. So wie für viele der Bierkönig auf Mallorca, war für Peter der Weihnachtsmarkt: Man wusste einfach, dass er dazugehört. Und auch ich durfte über viele Jahre zu seiner Musik auf dem Weihnachtsmarkt mitschunkeln mit einem oder auch zwei Glühwein in der Hand und Freunden an meiner Seite. Und ich bin mir sicher: Wenn in diesem Jahr auf dem Alten Markt in Mönchengladbach wieder die Weihnachtsmusik läuft, werden viele Menschen an ihn denken und sich an die Zeiten erinnern, als er dort gesungen und für gute Stimmung gesorgt hat.

Peter war nie nur der Sänger auf der Bühne, sondern derjenige, der nach dem Auftritt noch blieb und Freundschaften entstehen ließ. Und eine dieser Freundschaften sollte für ihn ganz besonders wichtig werden: Karl-Heinz lernte Peter 1995 kennen, und aus einer Begegnung wurde eine Freundschaft, aus der Freundschaft eine jahrzehntelange Verbindung, in der die beiden auch gemeinsam mit Karl Heinz‘ Frau Conny viele Dinge erlebten. Peter und Conny haben sogar am gleichen Tag Geburtstag – nur mit ein paar Jahren Unterschied. Überhaupt nutzte Peter gerne seinen Humor und setzte auch seinen holländischen Akzent gerne für einen kleinen Spaß ein, weshalb er Frauen,die ihn fragten, ob dieser Akzent denn wirklich echt sei, stets schmunzelnd antwortete, er habe ihn eigentlich nur deshalb, weil die Frauen ihn so toll fänden. Und dann kam das Jahr 1999 und damit eine Begegnung, die Peters Leben noch einmal entscheidend verändern sollte.

Im Ti Amo unterhielt sich Peter gerade mit eineranderen Frau und fragte sie, ob sie verheiratet oder vergeben sei. Sie verneinte dies – und Peter antwortete darauf prompt: „Und wenn dich keiner will, will ich dich auch nicht!“ Gabi bekam dieses Gespräch zufällig mit und musste über Peters Spruch und seine Art schmunzeln.

Genau das machte ihn für sie interessant. Sie fand seine humorvolle und selbstbewusste Art sympathisch – und so wurde aus diesem zunächst ganz beiläufig mitgehörten Moment schließlich eine der wichtigsten Begegnung. Die Beiden lernten sich näher kennen, und aus diesem Kennenlernen wurde eine Beziehung, aus der später ein gemeinsames Leben wurde. Aus Peter, der Gabi  zunächst einfach durch seine Art aufgefallen war, wurde ihr Herzensmensch. Sie wurden ein Paar, und mit Karl-Heinz und Conny entstand gleichzeitig eine enge Freundschaft, die über viele Jahre Bestand hatte, sodass die vier seit 2003 viel Zeit miteinander so einiges erlebten und sogar die Heiligabende zusammen feierten. Es waren diese Freundschaften und gemeinsamen Momente, die Peter besonders wichtig waren. Gabi war dabei an seiner Seite – als seine Partnerin und vor allem als sein Herzensmensch. Am 9. August 2012 gaben Peter und Gabi sich standesamtlich das Ja-Wort und feierten diesen besonderen Tag anschließend im kleinen Kreis im Rosenmeer. Es musste keine große Inszenierung sein, denn für Peter war vor allem eines wichtig: Gabi an seiner Seite zu haben.

Wer ihn kannte, wusste, dass hinter dem Entertainer ein Mensch mit einem sehr großen Herzen steckte. Wie sehr Peter für Gabi dieser besondere Mensch war, lässt sich vielleicht am besten in ihren eigenen Worten verstehen. Liebe Gabi Sie sagten über ihn, dass er Ihr absoluter Herzensmensch war, einer, der es liebte, Ihnen eine Freude zu machen, einer, dessen gute Laune anderen ein Lächeln schenkte und der mit seiner Herzlichkeit einen Raum füllen konnte, sobald er ihn betrat. Und dann gibt es diese kleine Erinnerung, die eigentlich ganz viel über ihn erzählt: Gabi erinnert sich an einen Tag bei einem Essen zu Hause, als Peter zum Himmel schaute, schelmisch lachte und sagte: „Mama, guck mal, was Gabi aus deinem Jungen gemacht hat. Jetzt esse ich schon Gemüse.“

Und am Ende lässt sich ihre Liebe zu Peter auch mit den Worten eines Liedes beschreiben, das sie mit ihm verbunden hat: „Weißt du, was du für mich bist?“ von Frank Lars und ihre Antwort darauf lautet: „Du bist der wundervollste Mensch in meinem Leben.“ Menschen wie Peter hinterlassen keine stille Erinnerung, sondern Geschichten, bei denen man irgendwann wieder lachen muss. Sätze, die man noch Jahre später zitiert, Lieder, die plötzlich wieder seine Stimme zurückbringen. Genau das ist der Grund, warum wir heute nicht nur traurig auf Peter schauen sollten, sondern auch dankbar. Für jemanden, der das Leben geliebt hat, Menschen zusammengebracht hat und der auf der Bühne genauso zu Hause war wie mitten
unter seinen Freunden.

Und gerade jetzt ist genau der richtige Moment, um Peter noch einmal auf eine andere Weise zu uns sprechen zu lassen – mit seiner Musik. Denn so wie er selbst voller Begegnungen und Erinnerungen war, erzählen auch seine Lieder etwas von ihm und von den vielen Momenten, die sein Leben geprägt haben. Das nächste Lied passt dabei ganz besonders zu Peter und auch zu einem Stück seiner eigenen Geschichte: „Tulpen aus Amsterdam“. Peter liebte die Bühne. Nicht nur, weil er gerne sang,sondern weil er dort genau das tun konnte, was ihm so viel bedeutete: Menschen eine Freude machen.

Ob auf dem Weihnachtsmarkt, in der Wiener Steffi in Köln, bei Veranstaltungen in Norddeich für die Kinderkrebshilfe oder später auch auf Gran Canaria – Peter stand immer wieder vor Menschen und genoss diese Momente. Dass heute sogar Freunde von Gran Canaria hier sind, zeigt vielleicht besonders schön, was Peter bei seinen Begegnungen hinterlassen hat. Aus vielen Bekanntschaften wurden dann Freundschaften, die über Jahre Bestand hatten. Auch mit seinen Künstlerkollegen verstand er sich gut. Genau dieses Talent, Menschen
zusammenzubringen, zeigte sich manchmal auch an den ungewöhnlichsten Orten. Peter und Karl-Heinz waren öfter gemeinsam in Las Vegas. Und wenn Peter dort in einem kleineren Casino sein „In de Pool“ anstimmte, dauerte es meistens nicht lange, bis aus einem einzelnen Sänger eine ganze Gruppe wurde.

Die Menschen kannten ihn vielleicht vorher gar nicht – aber sie stimmten mit ein, grölten mit und hatten gemeinsam Spaß. Irgendwann waren Peter und Karl-Heinz dann im Caesars Palace, einem der großen Casinos in Las Vegas. Und auch dort passierte genau das, was Peter offenbar überall passierte: Jemand erkannte ihn, sprach ihn auf sein Einstimmen an und plötzlich wurde wieder gemeinsam gesungen. Das war einfach er. Er brauchte keine große Bühne. Manchmal reichte ein Lied, um die Menschen zusammen zu bringen. Und die Musik hat Peter auch mit einem anderen Menschen verbunden, der heute hier bei uns ist: Frank Lars. Frank hatte damals das Lied „Der Brief“ geschrieben. Peter übersetzte es ins Niederländische und sang seine Version. Und noch zwei Wochen vor Peters Tod war er bei Frank im Studio. Die Beiden wollte „Die Antwort“ aufnehmen und hatten sogar schon begonnen, das Lied einzusingen. Heute im Laufe des Abends wird Frank Lars hier im Spö auftreten. Und da stellt sich eine Frage, die wir einfach einmal im Raum stehen lassen: Wird er uns heute die Antwort geben? Peter war nicht nur auf Schlagerveranstaltungen
zu Hause. Er liebte den Karneval, Stadtfeste, „Vibes and Wine“ im Salinas und eigentlich alles, bei dem Menschen zusammenkamen und gefeiert wurde. Oft war dabei sein Freund Karl-Heinz an seiner Seite. Die beiden waren über viele Jahre gerne gemeinsam unterwegs, besuchten Veranstaltungen, gingen zum Golfen und erlebten so manches zusammen.

Aber auch mit seiner Frau war Peter viel unterwegs. Gemeinsam reisten sie und genossen die Zeit miteinander. Im Winter verbrachten die beiden zwei Monate auf Gran Canaria, und mit der Freedom of the Seas ging es sogar in die Karibik. Auch der Sport gehörte weiter zu seinem Leben. Fußball blieb ihm wichtig, und als Fußballfan durfte natürlich auch der eine oder andere Besuch bei der Borussia nicht fehlen. Peter war eben jemand, der sich nur schwer vorstellen konnte, einfach zu Hause zu sitzen, während irgendwo etwas passierte. Ein Fest, eine Veranstaltung oder einfach ein Abend mit Freunden. Das waren die Momente, die für ihn zählten. Deshalb passt auch sein Wunsch für diesen heutigen Tag hatte, so gut: „Es soll gelacht werden und gefeiert.“ Und wir dürfen heute genau das tun. Wir dürfen uns an ihn erinnern, miteinander lachen, Geschichten erzählen und uns über all die schönen Momente freuen, die wir mit ihm erleben durften.

Doch irgendwann wurde auch Peters Weg etwas schwerer. Im vergangenen Jahr kam der Moment, in dem klar wurde, dass die gemeinsame Zeit begrenzt sein würde. Und so kam schließlich auch der Moment, in dem Abschied genommen werden musste. Gabi war bei Peter. Sie war an seiner Seite, so wie sie es über all die gemeinsamen Jahre gewesen war. Denn für einen Menschen gibt es nichts wertvolleres, als in einem solchen Moment nicht allein zu sein, sondern den Menschen bei sich zu haben, den man liebt.

Peter Boom verstarb am Montag, den 14. September 2026 im Alter von 77 Jahren. Und auch wenn dieser Moment unendlich schwer ist, so bleibt doch all das, was davor war: 29 gemeinsame Jahre mit Gabi, unzählige Begegnungen, Reisen, Musik, Freundschaften und ein gemeinsames Leben voller Erinnerungen.

Das ist Peters Vermächtnis: dass wir uns an ihn erinnern und dabei nicht nur traurig sind, sondern auch lachen können. Dass wir seine Musik hören und heute Abend, ganz in seinem Sinne, noch ein wenig feiern und gemeinsam lachen. Und so möchte ich diese Gedenkfeier mit einem Lied ausklingen lassen, dessen Titel kaum passender sein könnte:

„Legenden sterben nie.“ 

In diesem Interview mit NRWISION erzählt Peter von seinem Leben, von seinem beruflichen Weg und seiner Karriere, von Menschen und Erlebnissen, die ihn geprägt haben – aber auch von vielen lustigen und unvergesslichen Geschichten, die er auf seinem Weg erlebt hat. Es sind Erinnerungen, die ihm wichtig waren und die vielleicht auch ein kleines Lächeln auf Dein Gesicht zaubern.

Lieblingslieder

4 Videos